So arbeiten wir

An der Montessori-Schule Mitwitz arbeiten wir in jahrgangsgemischten Lerngruppen mit Montessori-Materialien, Freiarbeit und auch gebundenen Unterrichtsformen. In jeder Lerngruppe unterrichten zwei Pädagogen.

Immerzwei

Auswirkungen der Jahrgangsmischung

Allgemeine Auswirkungen:

  • Das Arbeiten auf unterschiedlichen Niveaus ist möglich.
  • Erstklässler, die bereits lesen können, wenn sie in die Schule kommen, dürfen z.B. schon bei Stoffgebieten der zweiten oder dritten Klasse mitarbeiten.
  • Schwächere Schüler können in ihrem Tempo lernen, ohne das Misserfolgserlebnis zu bekommen, eine Klasse zurück zu müssen und von ihrem Umfeld getrennt zu werden.
  • Ein stark individualisierter Unterricht ist möglich.
  • Unter- oder Überforderung wird vermieden.
  • Die Sozialkompetenz wird gefördert. Auch später im Berufsleben oder im sozialen Umfeld muss man sich mit Menschen aller Altersgruppen auseinandersetzen. Dies wird bereits bei uns in der Grundschule gelernt und gefördert.
  • Ältere Schüler müssen auf jüngere Rücksicht nehmen und umgekehrt.

Auswirkungen für ältere Schüler:

  • Die älteren Schüler werden durch das Interesse der jüngeren an ihrer Arbeit zu größerer Anstrengung motiviert. Sie reagieren stolz auf die Bewunderung „der Kleinen“. Das Selbstbewusstsein wächst deutlich.
  • Die Jahrgangsmischung mindert Konkurrenzdenken und fördert Toleranz.
  • Ältere Schüler wiederholen Stoff dadurch, da sie jüngeren Schülern etwas erklären.
  • Gelerntes wird vertieft, wenn sie es rückblickend und wiederholend den "Kleinen" erklären. Das Selbstwertgefühl wird dadurch gesteigert.
  • Die Schüler verlieren nicht ihre beiden Lehrkräfte als Bezugspersonen, sie bleiben ihnen über mehrere Jahre hinweg erhalten.
  • Individuelles Lernen wird möglich.
  • Niemand, der schwächer ist, wird als dumm hingestellt.
  • Niemand, der besser ist, gilt als Streber.

Auswirkungen für Erstklässler/jüngere Schüler:

  • Es erfolgt eine sehr behütete Aufnahme in die Schule – jeder hat seinen Coach.
  • Durch das Beobachten der Älteren, wird schon ein Interesse für zukünftiges Arbeiten gelegt.
  • Die Kleinen lernen oft besser von älteren Schülern als von Erwachsenen.
  • Die Jüngeren möchten das lernen, was die Großen schon können und sind motivierter.
  • Kinder übernehmen Regeln und Rituale von den „alt Eingesessenen“.
  • Es führt früh zu hohen Leistungen von Neueinsteigern. Durch das Miterleben der Lerninhalte der Großen wird Wissen vorbereitet und der Lerneifer der jüngeren Schüler angestoßen.